Bananenbundesland Hessen?

Man reibt sich die Augen und steht immer noch mit Staunen vor dieser Affäre. Und man fragt sich, warum in anderen Zeitungen neben der Frankfurter Rundschau so wenig (bis gar nichts) darüber zu lesen ist. Wo sich die Sache doch wie ein Krimi liest. Hessische Steuerfahnder, die die Deutsche Bank durchsuchen. Die hunderte Kisten Material abtransportieren. Die 192 Fälle wegen vermuteter Steuerhinterziehung anlegen. Die dann aber die Fälle von in Lichtenstein versenktem Geld plötzlich nicht mehr untersuchen dürfen, weil unter der frisch gewählten CDU-Regierung plötzlich eine Amtsverfügung kommt, wonach Fälle unter 500 000 Mark nicht verfolgt werden durften. Steuerfahnder, die mit Hilfe von zweifelhaften Gutachten in den Ruhestand versetzt werden, ein Finanzminister, der über den Dingen zu schweben scheint. Was funktioniert, weil die ganze Sache in der Öffentlichkeit immer noch nur am Rande vorzukommen scheint. Weshalb die Öffentlichkeit hier dranbleiben muss. Nachfragen. Erklärungen fordern. Damit Hessen weiter als Teil einer Demokratie durchgeht. Und Deutschland keine Bananenrepublik wird.

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